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Stefan Halder unterbreitet seiner Freundin Jasmin einen Hochzeitsantrag unterm Eiffelturm

Im Tischtennisvergleich erzielt Wangen einen hohen 21:5 Erfolg

Vor 35 Jahren hat der TTC Wangen die Städtepartnerschaft zwischen Wangen und La Garenne, ein Vorort von Paris, aktiv mit gestaltet und unter der Federführung von Edgar Veigel und Bernard Villers bis zum Jahre 2006 jährliche Treffen – 1980 und 1981 sogar zweifach - organisiert.

Nach dem 29. Treffen in La Garenne geriet dies ins Stocken, doch von Seiten der Franzosen wurde die Partnerschaft nach einer neunjährigen Pause reaktiviert und vom 18. bis zum 21. Juni 2015 waren 18 der zuerst 21 geplanten Personen vom TTC in La Garenne zu Gast und erlebten dort außer der bekannten Gastfreundschaft der Franzosen unter anderem die Geburtstags-Feierlichkeiten zum 35-jährigen Bestehen und zum Jubiläum der 30-jährigen Partnerschaft des Deutschen Roten Kreuzes mit den französischen Freunden. Auf Seiten der Gastgeber waren lediglich 2 Personen – Danièle Sabatier-Montanaro und Pascal Demarque – an früheren Treffen beteiligt, auf Seiten der Wangener waren dies Günther Kreutzer, Frank Blattner, Stefan Halder und Joe Wiedermann. Bei der sportlichen Begegnung tauchten auch die Ehemaligen Bernard und Annie Villers und Claude Peyrebere auf.

 

In der Vorbereitung zum 30. Treffen waren auf französischer Seite Danièle Sabatier-Montanaro und auf deutscher Seite Günther Kreutzer maßgeblich verantwortlich.

Am Donnerstag, 18. Juni bestiegen die Teilnehmer des TTC Wangen um 5 Uhr morgens den Bus, lediglich Patrick Männel traf leicht verzögert ein. Der älteste Teilnehmer des TTC war 67 Jahre alt, die Jüngste 12. Über die Hälfte der Teilnehmer war unter 30 Jahre alt – fünf sogar unter 20 - und die Absicht, die Partnerschaft mit Jüngeren zu beleben war ein voller Erfolg. Nach knapp 14 Stunden Fahrt erreichte die Gruppe das Ibis Budget Hotel in Bezons. Die sieben Zimmer waren schnell bezogen, danach begleiteten und Danièle und Nicolas uns zum Abendessen im Courtepaille. Nicht mit von der Partie war Günther, der Bekannte traf.

Am Freitag, 19. Juni waren wir vom Verein der Städtepartnerschaft unter der Leitung von Herrn Patschke zu einer Besichtigung des Schlosses Versailles eingeladen. Die Führung durch das Prunkschloss und die grandiosen Gartenanlagen waren beeindruckend, bei manchen auch der Sonnenbrand. Um 18 Uhr empfingen uns die Gastgeber am Rathaus und führten uns in die Quartiere.

Die Teilnehmer und ihre Unterbringung:

Nicolas Mieszaly:            Joe Wiedermann und Tanja Wiedermann,

Patrick Männel

Daniel Caillaud:                Frank Blattner und Michaela Pianet

Axel Mahusier:                 Stefan Halder und Jasmin Kowohl

Danièle Sabatier:              Petr Fischer und Marie Solcova, Philipp Sohler und

Jonas Sulzer

Perrine Bressange:         Ulrike Klaiber und Nadine Klaiber

Vincent Barillet:               Elena Wimmer

Sabine Delpeyroux:        Lorenz Plazer

Pascal Demarque:           Günther Kreutzer und Ingo Schlundt (HH)

Isabelle Gautron:             Felix Fiessinger

Am Samstag, 20. Juni kamen die Gastgeber unserm Wunsch entgegen und entführten uns in den Zauber der Weltstadt Paris. Nach dem Treffen am Bahnhof La Garenne-Colombes erhielt jeder ein Tagesticket für die Pariser Verkehrsmittel. Mit dem Vorortzug erreichten wir schnell den Bahnhof St. Lazare, schlenderten ins Kaufhaus Galerie La Fayette, um die Oper, durch die Rue de la Paix über den Place Vendome Richtung Tuilerien, vorbei an der Rue de Rivoli mit den teueren Geschäften. Über den Place du Carrousel erreichten wir die Pyramide am Louvre, mit der Metro gings zum Place de la Concorde, dann über die drei Kilometer lange Champs Elysées zum Triumpfbogen am Place Charles de Gaulle-Etoile. Mit der Metro erreichten wir das Trocadéro und ließen uns von dem gewaltigen Anblick des Tour d´Eiffel bezaubern. Über die Brücke Pont d´Léna waren wir unmittelbar unterm Turm. Im Parc der Champ de Mars hatten unsere Gastgeber gegen 13 Uhr ein wunderbares Picknick vorbereitet. Völlig entspannt beobachteten wir das bunte Treiben der Souvenirhändler und der Polizisten. Gegen 15 Uhr versammelten sich alle unmittelbar unter dem Turm im Kreis und Stefan Halder hielt kniend um die Hand seiner geliebten Jasmin an, die völlig überrascht aber freudig gerührt zustimmte und den Ring annahm. Tosende Begeisterung, nicht nur der Tischtennisspieler, bezeugten diesen besonderen Moment und alle freuen sich schon heute auf die Festlichkeiten anlässlich der Hochzeit.

Danach ging es wieder mit der Metro Richtung Montmatre. Nach der Station Anvers erreichten wir zu Fuß den Aufzug, der uns zur Kirche Sacre Coeur mit ihrem wunderbaren Ausblick brachte. Vom Place du Tertre liefen die Gruppe bergab, um mit der Metro und dem Zug kurz vor 18 Uhr das Rathaus in La Garenne zu erreichen, wo die offiziellen Feierlichkeiten mit den Bürgermeistern und Vertretern der Stadt stattfand. Michaela, die den heutigen Tag mit Pariser Freunden verbrachte, stieß am Abend im Rathaus wieder zu uns. Für manche klang der Abend mit mehreren französischen Getränken zu später bzw. zu früher Stunde aus.

Sonntag, 21. Juni war wie es die Tradition seit 35 Jahren vorgibt der Tag der sportlichen Begegnung im Centre Sportif. Wangen war sich bewusst, dass sie ein starkes Team mitgebracht haben, dass aber der Sieg so klar mit 21:6 ausfallen würden, hatten nur die kühnsten Optimisten erhofft. Die erste Mannschaft mit Petr, Stefan und Philipp siegten 7:2, Günther, Felix und Paddy ließen beim 9:0 ihren Gegnern lediglich Satzgewinne. Joe, der im Schongang spielte, Jonas, Elena und Lorenz in der dritten Mannschaft spielten 5:4, wobei das Spielsystem bei der dritten Mannschaft undurchschaubar war. Zuvor erhielten alle Deutschen ein T-Shirt „ La Garenne en fete en musique“, bei jeder ersten Einzelbegegnung überreichten die Wangener Spieler ihren Gegnern ein Mini-Handtuch und ein Schweißband mit dem Wappen des TTC Wangen.

Die Spiele waren zum Teil auf gutem Niveau, hatten am Anfang auch noch einige Zuschauer, doch als die Nichtaktiven zur Stadtrundfahrt mit den Oldtimern zu den Sehenswürdigkeiten aufgebrochen waren, nachdem alle Fahrzeuge liefen, spielte man unter sich.

Nach Beendigung der Spiele trafen sich alle auf dem Sandplatz neben der Halle, wo eifrige Hände das traditionelle, reichhaltige Barbecue vorbereiteten, um den grandiosen Erfolg mit einem Apéritif zu begießen.

Gleich danach ging es wieder in die Halle, wo der junge Bürgermeisterstellvertreter nach einer kurzen Ansprache des ehemaligen Präsidenten Bernard Villers freundlich Worte fand und sich über die Wiederaufnahme der Partnerschaftsbegegnungen der Tischtennisvereine freute und Vorstand Joe Wiedermann einen riesigen Pokal überreichte. Joe bedankte sich nochmals für die freundliche Aufnahme und lud für 2016 nach Wangen zum 31. Treffen ein. Danach erhielt noch jeder Teilnehmer eine Erinnerungsplakette am Band in den Farben der Trikolore, was einige selbst bei der Busrückfahrt stolz trugen. Vor dem großen Essen durfte Günther mit Danièle noch die wunderbare Jubiläumstorte anschneiden. Salate in allen Variationen, Gegrilltes, Käse, Pizza, deutsches Bier von Farny und allerlei Trinkbares erfreute uns alle und zu schnell war es 15 Uhr und wir mussten fast unhöflich schnelle aufbrechen, weil der Bus des Roten Kreuzes vor dem Rathaus schon startbereit war. Die Koffer wurden mit Autos transportiert, während wir in Begleitung unserer Gastgeber den Kilometer zu Fuß absolvierten und fast männelsche Pünktlichkeit zeigten, d.h. leichtes Zuspätkommen. Kurz vor 16 Uhr fuhr der Bus ab, anfänglich auf Abwegen, doch um 3 Uhr morgens erreichten wir Wangen. Joe und Tania Wiedermann hatten das Glück noch zwei weitere Urlaubstage anhängen zu können und werden mit dem TGV zurückkommen.

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“, „Reisen bildet“, beide Aspekte trifft auf die Wangener Reisegruppe uneingeschränkt zu, egal ob sich jemand zum ersten Mal oder zum zwanzigsten Mal in der Weltmetropole mit ihrem vielfältigen Menschengewirr, dem beeindruckendem Verkehr, den beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und den zuvorkommenden Gastgebern bewegte. Auch das Bewusstsein, einen kleinen Beitrag zur Versöhnung der Völker und zum Weltfrieden beigetragen zu haben, macht alle Teilnehmer stolz und zufrieden.

„Je suis Jumelage“

lautete das Motto, mit Stolz und Freude denkt jeder wahrscheinlich noch sehr sehr lange an diese unvergessliche Begegnung, die besonders für Stefan und Jasmin lebenslange Folgen haben wird.

Danièle hat auf facebook eine Gruppe installiert, auf der ganz viele Bilder unserer Begegnung zu sehen sind, jeder kann dort auch seine eigenen Photos posten.

Nochmals vielen Dank an alle französischen Personen, die an der 30. Jumelage beteiligt waren, allen voran Danièle Sabatier Montanaro!

Merci Danièle - Au revoir 2016 a Wangen pour le 31-ième.

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